Er ist wieder da (Rezension)

„Eine wunderbare Technologie das Internetz…“

Laufzeit: 116 min

FSK: 12

http://www.amazon.de/Er-ist-wieder-Roman-Filmausgabe/dp/3404173384/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1445264055&sr=8-1&keywords=er+ist+wieder+da

Inhalt

Adolf Hitler erwacht 69 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mitten in Berlin. Was ist mit Deutschland in der Zwischenzeit geschehen?

Überall Ausländer, Demokratie und Euros, das gefällt dem Ex-Diktator gar nicht. Doch niemand glaubt, dass er wirklich zurückkehrt ist, alle halten ihn für einen Imitator – einen verdammt witzigen. Ein Kioskbesitzer , der dem obdachlosen Hitler zeitweise Unterschlupf gewährt, vermittelt ihn an die Fernsehproduzenten Sensenbrink und Sawatzki .

Senderchefin Bellini kann schnell davon überzeugt werden, dass sie potentielles Comedy-Gold vor sich hat. Hitler bekommt ein Büro, und kurz nachdem ihm seine neue Sekretärin Fräulein Krömeier erklärt hat, was eine Computermaus ist und wie man ins „Internetz“ kommt, weiß Hitler schon genug über die Gegenwart, um reichlich Munition für seine Bühnenauftritte zu haben. Es dauert nicht lange, und er ist wieder da…

Meinung:

Gerade in dieser Zeit und Flüchtlingsdebatte und CO. ist dieses Thema heikel. Wie wird die Grundstimmung des Films sein? Wird er lustig, kurios oder doch ehr langweilig?

Anfangs etwas skeptisch war ich überrascht wie gut der Film geworden ist. Mal etwas komplett anders, orientiert sich nicht am Mainstream und hat nicht das „Alphabet der Komödie“ abgespult was ich erwartet hatte.

Doch nicht nur das Thema Hitler wird aufgegriffen, vielmehr zeig der Film auch den medialen Einfluss und die grenzenlose Naivität der Gesellschaft bei offensichtlichen Absichten.

Wie hätte man reagiert wenn man mitten auf der Straße Hitler trifft?

Viele Szenen des Films wurden wie eine Art Dokumentation umgesetzt, sodass man nie genau sagen kann, was davon jetzt live ist und welche Szenen nur nachgestellt.

Die ersten 30min lang ist der Film durchgängig witzig doch auch dort schon immer sehr scharfkantig, sodass man sich fragt, darf man darüber überhaupt lachen?

Doch mit jeder Minute wird der Film immer böser und direkter. Die Figuren wirken beängstigend real, sodass ich im Kino saß und manchmal nicht mehr das Gefühl hatte, dass es nur Schauspieler sind, die da spielen.

Ich hätte nicht erwartet, dass der Film mit dem Publikum so hart umspringt, der Film hat eine ganz klare Aussage die auch danach diskutierbar bleibt.

Sodass man als Zuschauer gar nicht umhin kommt, sich mit der Kernfrage des Ganzen auseinander zu setzen. Ist das was 1933 möglich war heute auch noch möglich?

Und selbstverständlich sollte man auch die schauspielerischen Leistungen beachten.

Gerade Oliver Masucci der die Rolle des Hitlers einfach so echt herüberbringt. Er spielt wirklich einen Mann mit einer wahnsinnigen Präsenz und Stärke. Der mit den Leuten wirklich krass umspringt  sodass man manchmal wirklich denkt  es wäre der echte.

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