Der Marsianer (Rezension)

Klebeband ist Magie…“

9783453316911_Cover

Autor: Andy Weir

Preis: 9,99€

Verlag: HEYNE<

Inhalt:

Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf …

Meinung:

Vom sehr wissenschaftlich aussehenden Cover vielleicht etwas abgeschreckt, haben sich meine Befürchtungen auf ein ellenlanges, sich hinziehendes Buch zum Glück nicht bestätigt und ich bin auf ganzer Linie beeindruckt.

Der Autor hat das Buch sehr einfach strukturiert. Informationen über Familien und Freunde werden kaum bis gar nicht erwähnt, wären aber auch, wie ich finde, komplett fehl am Platz. Immerhin bezieht es sich auf eine Ausnahmesituation – ein einzelner Mensch auf dem Mars- und mir hat es sehr geholfen, sich noch genauer in die Figuren hineinzudenken.

Die Kapitel sind in die einzelnen Marstage (Sol) eingeteilt und größtenteils aus der Sicht von Mark Watney geschrieben. Es soll eine Art Tagebuch darstellen, denn Watney sagt selbst, sollte er nicht überleben können die Menschen wenigstens noch sein Tagebuch retten. Der Erzählstil spricht den Leser direkt an, ist sehr locker und mit perfektem Sarkasmus unterlegt. So bezeichnet Watney selbst seine Situation als „im Arsch“. (Ich meine, gibt es eine treffendere Bezeichnung für diese Situation?)

(SPOILER!)

Doch zum Glück ist dieser Charakter unglaublich intelligent und einfallsreich und rettet sich aus jeder Situation – mag sie auch noch so verzwickt und aussichtslos erscheinen.

(Spoiler Ende)

Ab und an ist man als Leser auch mal auf der Erde unterwegs und sieht die Arbeit der Wissenschaftler, Pressearbeiter und NASA- Chefs die alles daran setzen, Mark vom roten Planeten zu retten und dafür auch mal die ein oder andere verrückte und riskante Aktion starten.

Es gab einige stellen im Buch, an denen es plötzlich so wissenschaftlich wurde, dass ich als Laie Probleme hatte überhaupt etwas zu verstehen. Normalerweise kann ich mir das Meiste mit ein bisschen Fantasie noch ganz gut vorstellen aber das war wirklich zu komplex und speziell. Doch dies hat meinen Lesefluss nicht unterbrochen und nach einigen Sätzen war wieder alles klar und ich hatte ganz nebenbei noch einiges über physikalische Vorgänge und die NASA gelernt.

Alles in allem hat mich dieses Buch sehr angesprochen. Man hat kaum gemerkt, dass dies noch hochgradige Science Fiction und Zukunftsdenken ist und manchmal kam es mir wirklich sehr sehr real vor was nicht zuletzt am wirklich angenehmen Schreibstil des Autors Andy Weir liegt.

Er hält den perfekten Grad zwischen Wissenschaft und spannendem Roman an den richtigen Stellen ergänzt von perfektem Sarkasmus. Vom wissenschaftlichen Teil des Buches kann und möchte ich auch nicht mehr sagen, da ich das fachlich überhaupt nicht einschätzen kann. Doch für mich hat es sich keinesfalls allzu weit hergeholt angehört mehr war es als hätte der Autor das Gedankenexperiment gewagt und versucht mit dem heutigen Stand der Wissenschaft auszukommen und auf dem Mars zu überleben.

ich gebe dem Buch 5/5 Sternen. Es war in diesem Jahr definitiv ein Highlight und ich freue mich sehr es gelesen zu haben!

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Cover: Bloggerportal (ist verlinkt)

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