Ich und Earl und das Mädchen (Rezension)

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Schwache Abklatsche von starken Romanen!

 

Autor: Jesse Andrews

 

Preis:8,99€

 

Verlag: Heyne fliegt

 

Seiten: 300

 

 

Inhalt

Greg ist siebzehn und hält sich am liebsten aus allem raus. Soziale Kontakte vermeidet er, wo immer es geht. Stattdessen dreht er mit seinem einzigen und ziemlich verpeilten Kumpel Earl verrückte Versionen von Filmklassikern. Bis seine Mutter ihn mehr oder weniger dazu zwingt, Zeit mit der unheilbar kranken Rachel zu verbringen. Greg ist alles andere als begeistert. Doch dann stellen er und Rachel überrascht – nahezu geschockt! – fest, dass sie einander wirklich mögen. Gregs ganzes Weltbild ändert sich. Doch den beiden läuft die Zeit davon …

Meinung

Eine schlechte „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ Abklatsche in der High School Kulisse – langweilig und im Stil einfach schwach!

Nicht jeder Roman in diesem Genre muss eine poetisch- dramatische John Green Abklatsche sein, aber ein bisschen mehr Sprache hatte ich dann doch erwartet! Selten, dass ich mit dem Schreibstil anfange aber dieser ist einfach schlecht! Greg spricht dauernd einen total erzwungen wirkenden und unrealistischen „College Slang“, der die Geschichte wohl glaubwürdiger wirken lassen sollte – totaler Reinfall, leider! Zwischendurch gibt es dann wieder irgendwelche Filmskripte und Tagebucheinträge, die mich ehrlich gesagt ziemlich verwirrt haben, weil sie nicht immer in den Kontext des Vorherigen gepasst haben. Aus der Ich- Form wird plötzlich mal eben ein Dialog und es ist ein einziges Chaos.

Außerdem schweifen die Protagonisten dauernd ab, landen dann bei irgendwelchen seitenlangen Banden- Beschreibungen ihrer Schule oder bei Brüsten irgendwelcher Mädchen, die sie als Sexobjekte sehen – so etwas passt meiner Meinung nach nicht in das Genre. Schon auf den ersten Seiten merkt man diese Möchtegern coole Sprache, die wohl eine Abhebung bewirken sollte.

Zu den Charakteren lässt sich hinzufügen, dass sie wohl die dämlichsten Schüler aller Zeiten sind! Halten sich selbst für total witzig und intelligent, machen aber auf jeder Seite irgendwelche perversen Sprüche über Frauen und geben auch sonst nur Bullshit von sich. Rachel ist ganz nett, ab und zu konnte sie mich zum Lachen bringen. Earl tickt ziemlich ähnlich wie Greg und hat eine unausstehliche Aggressivität, die mich wirklich an den Rand der Verzweiflung brachte. Sämtliche andere Charaktere werden nur am Rand erwähnt und sind nicht nennenswert – keine Besonderheiten.

Krebs ist eine wirklich dramatische Erkrankung. Ich erwarte nicht, dass jedes Buch nur die Trauer und Dramatik auf 300 Seiten widerspiegelt aber ein bisschen mehr Sensibilität hätte ich mir schon gewünscht. Die Krankheit wird nur immer mal am Rande erwähnt und wird durch das ganze Geschwafel nebenher immer wieder „abgewürgt“. Ständig wird die Leukämie behandelt, als sei das Ganze ein total irrer Witz und zwischendurch kam es mir bei diesen schlechten, ekelhaften und achtlosen Sprüchen wirklich hoch. Auch den Titel finde ich unpassend gewählt – hatte wohl etwas mehr Green erwartet…

Leider kann ich dem Buch nur 1/5 Sternen geben. Es hat mich wirklich enttäuscht und ich würde es nicht weiterempfehlen.

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