Jessicas Geist (Rezension)

978-3-499-21744-9.jpgDie Frage ist: Was haben sie alle gemeinsam? Und warum ist Jessica überhaupt als Geist unterwegs?

Autor: Andrew Norriss

 

Preis: 14,99€

 

Verlag: rowohlt

 

Seiten: 224

 

 

Inhalt

Francis führt in der Schule ein einsames, unglückliches Leben, denn er ist der einzige Junge, der sich für Mode interessiert und selbst Kleidung näht. Das perfekte Opfer. In Jessica findet er zum ersten Mal eine Freundin. Doch Jessica ist ein Geist, der seit über einem Jahr in der Stadt herumschwebt – bisher allerdings vollkommen unsichtbar. Wieso nicht für Francis? Auch die kleinwüchsige, «unmädchenhafte» Andi und der übergewichtige Roland können Jessica sehen und hören. Bald schon verbindet die vier Außenseiter eine Freundschaft, die keiner von ihnen zuvor gekannt hat. Die Frage ist: Was haben sie alle gemeinsam? Und warum ist Jessica überhaupt als Geist unterwegs?

Meinung

Ich muss sagen, dass mich dieses Buch etwas an ein typisches Schulbuch erinnert hat. Es hat irgendwie auf mich eine Moral übertragen wollen, ich sollte mich halt mehr mit dem Thema des Buches: Selbstmord beschäftigen.

Das Cover gefällt mir wirklich gut und da es im Buch auch ums Nähen geht, passt das für mich.

Der Einstieg in das Buch ging flüssig von statten. Die Charaktere wurden vorgestellt und die Handlung ins Rollen gebracht. Dann passierte ungefähr hundert Seiten lang nichts…die Geschichte plätscherte vor sich hin und die Handlung kam irgendwann ganz zum Stehen, was echt ein wenig lästig war, denn dadurch ging meine Motivation für das Buch verloren. Am Ende wurde es dann nochmal etwas spannender, und auch wenn die Geschichte ziemlich voraussichtlich war, konnte mich das Ende halbwegs überzeugen.

Die Charaktere konnten mich auch nur mittelmäßig beeindrucken. Es war wieder dieses zwanghafte Schaffen einiger unkonventioneller Teenager, die irgendwie gar nicht in das jugendliche Geschehen reinpassen können. Diese schließen sich zu einer Clique zusammen und verbringen fortan ihre Zeit zusammen. Es tut mir leid, aber dieses Schema habe ich einfach schon zu oft gelesen – irgendwann ist es nur noch öde. Auch wenn ich sagen muss, dass mich die Idee eines Geistes mich dann doch fasziniert hat. Jessica hatte irgendwie eine voraussehende Rolle, sollte die Jugendlichen auf den richtigen Weg bringen, dabei war sie jedoch zum Glück nicht der klassische Moralapostel.

Der Schreibstil hat für mich gepasst. Zwischenzeitlich wieder einige überdramatische und poetische Stellen, aber ohne die geht es ja seit John Green in diesem Genre nicht mehr…

Die Dialoge waren okay, manchmal haben sie für mich in ihrer Wirkung keinen Sinn ergeben und sie waren inhaltlich schwach, haben die Geschichte nicht vorangetrieben.

Wohl ein klassischer Schulroman, der das Problem des Mobbings und seine Folgen gut darstellt. Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch für eine 7. oder 8. Klasse ein sehr guter Unterrichtsstoff sein kann, mit dem sich viele auseinandersetzen möchten. Für mich persönlich hatte das Buch als „nicht Lehrmittel“ dann doch etwas zu viele Längen und hätte noch den ein oder anderen Feinschliff benötigt. Ich vergeb 2,5/5 Sterne für eine Geschichte, die mich in einigen Punkten überzeugt hat, jedoch gerade im Plot und in den Charakteren eher schwach war.

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