Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Filmrezension)

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (org. Fantastic beasts and where to find them) ist ein 133 minütiger Spielfilm, welcher ab 6 Jahren freigegeben ist und diesen Donnerstag sowohl in 2D, 3D als auch in OV (Originalvertonung) angelaufen ist.

Es ist die Geschichte von Newt Scamander (Einigen aus den HP- Schulbüchern bekannt), der um 1920 mit einem Koffer voller magischer Tierwesen nach New York reist und dort durch einige Verwechslungen den No- Maj (Muggel) Jacob Kowalski kennenlernt und sich mit ihm auf ein spannendes Abenteuer begibt. Ein Abenteuer voller Magie, zauberhaften Tierwesen und einer bösen Macht, die Angst und Schrecken verbreitet.

Der Film war nach vielen Jahren ohne Harry Potter auf der Leinwand ein toller Auftakt zu einer neuen Reihe.

Eddie Redmayne als Newt trägt die Geschichte ganz ruhig, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Er hat es einfach drauf, diese Rollen zu spielen, die klassische Hollywoodschönlinge – Chris Hemsworth, Brad Pitt oder auch ein DiCaprio – so nicht spielen könnten. Es macht Spaß ihm zuzusehen, wie er die Aufmerksamkeit und Liebe, die er seinen Tieren schenkt, auch in den Dialogen umsetzt. Ganz vorsichtig und schüchtern konnte er mich überzeugen.

Auch der relativ unbekannte Dan Fogler hat die Rolle des Jacob Kowalski, der eigentlich nur ein Darlehen der Bank brauchte und plötzlich in einer Welt voller Zauberei war, mit Bravour herübergebracht. Er hat mich zwischenzeitlich etwas an Harry Potter erinnert. Total naiv freut er sich wie ein kleines Kind über die Schönheit der Zauberwelt. Entdeckt überall etwas Neues, sorgt für Lacher und hat mit Redmayne zusammen eine ganz besondere Beziehung entwickelt.

Neben Colin Farell, der einen Magier spielt über welchen ich an dieser Stelle nichts sagen kann und möchte, aufgrund möglicher Spoiler, spielt auch gefühlt ganz Hollywood in diesem Film mit.

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Als ich im Kino saß und die ersten Takte von der klassischen Harry Potter Melodie hörte schlug mein Fangirlherz natürlich gleich höher und auch so sind zwischendurch immer mal bekannte Themes zu hören, die den Film toll untermalen. Die Musik ist, wie auch in Harry Potter, sehr verspielt, baut Spannung auf und funktioniert perfekt.

Ich muss sagen, am besten hat mir am ganzen Film das Szenebild und die Kameraführung gefallen, Ich habe den Film in 3D gesehen und kann sagen, dass es sich total gelohnt hat. Tolle Effekte und Stimmungen werden kreiert. An New York der 20er Jahre könnte ich mich wirklich nie sattsehen, zwischenzeitlich rasante Actionaufnahmen und dunklere, mystische Szenen und dann wieder kräftige Farben, Sonnenuntergänge und eine ganz fantastische Kulisse. Mit viel Liebe zum Detail, tollen Kostümen und das magische, dass unterschwellig überall zu spüren ist.

Man war einfach sofort wieder in dieser Welt drin, wurde von magischen Tierwesen verzaubert und ist mit Newt auf viele Abenteuer gegangen. Humor und Spannung wurden vermischt und manchmal musste ich über die naive Art von Jacob, irgendwelche Insider- Bemerkungen oder schräge Situationen wirklich lachen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich schon sehr früh einen möglichen Plottwist ausmachen konnte, wusste wer zum Schluss wie mit wem verstrickt sein wird und es an manchen Stellen etwas vorhersehbar war. Zwischenzeitlich vielleicht auch etwas langatmig finde ich trotzdem, dass die 2 Stunden gut bemessen waren um auf Weiteres vorzubereiten.

Auch finde ich, dass Hollywood an manchen Stellen vielleicht etwas übertrieben hat – beziehungsweise bei den Hauptfilmen etwas gespart hat…- es gab viele Actionreiche Szenen mit großartigen Zauberduellen, Zaubersprüchen und allem, was dazugehört. Da frage ich mich doch, warum die Zauberer in den 20ern soviel Power mitbringen, sie jedoch nicht mal einen vernünftigen Finalen Kampf in Hogwarts, 80 Jahre später, bringen können…

Es ist wirklich ein gelungener Startschuss, ein schöner Cast, der in diese großartigen Kulissen entführt und das Harry Potter Feeling wieder aufleben lässt. Zwischendrin wurden einige Anspielungen auf Namen und Geschehnisse der Harry Potter Filme gemacht. Mein Fangirlherz schlägt höher, ich habe Blut geleckt und freue mich riesig auf den nächsten Teil. Entgegen aller Erwartungen hat der Film nicht den Eindruck erweckt, nur unter einem großen Namen Geld zu machen und hatte etwas erfrischend Neues und hat die Magie versprüht, die wir alle so lieben. Ich möchte 4/5 Sterne vergeben.

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